Projektförderung für bestehende PVE (Typ B)

Die erstmals im Dezember 2021 erlassene Förderrichtlinie wurde über den Sommer 2022 weiterentwickelt und an die Bedürfnisse der Praxis angepasst. Die überarbeitete Förderrichtlinie für die Projektförderung von bestehenden PVE wurde am 1. September 2022 erlassen.

Die wesentlichen Änderungen durch die Weiterentwicklung der Richtlinie

  • Erweiterung des Kreises der Fördernehmer:innen auf PVE-Besitzgesellschaften 
  • Anpassung der Kostengrenzen in folgenden Bereichen:
    • Erhöhung der maximalen Zuschusssumme
    • Erhöhung des maximalen Quadratmeterpreises bei Bauvorhaben

Weitere Details zu den wichtigsten Fragen finden Sie in den FAQs weiter unten und im detaillierten Fragenkatalog.

FAQs Projektförderung PVE (Typ B)

Betreiber:innen von Primärversorgungseinheiten, die über einen Primärversorgungsvertrag bzw. ‐sondervertrag mit der Österreichischen Gesundheitskasse verfügen, können Förderungen beantragen. Darüber hinaus können nunmehr auch PVE-Besitzgesellschaften einen Förderantrag stellen. Diese Besitzgesellschaften können jedoch nur gemeinsam mit der künftigen PVE den Fördervertrag unterzeichnen. Was eine PVE-Besitzgesellschaft ist, können Sie im Fragenkatalog für die Projektförderung (Typ B) auf Seite 7 nachlesen.

Gefördert werden kann nur die PVE selbst als juristische Person, das heißt die GmbH oder die OG, der Verein oder die Genossenschaft. 

Es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Förderung.

Eine Projektförderung können Sie bei der aws (Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH) beantragen.

Folgen Sie dem Link zur Antragstellung.

Förderbar sind in erster Linie Investitionen in das abnutzbare Anlagevermögen:

  • Kosten für Neu-, Um- oder Ausbau einer PVE
  • Kosten für medizinische Ausstattung 

Primär werden durch diese Förderrichtlinie aktivierungspflichtige Investitionen (abschreibungspflichtige Aufwände) gefördert. Ergänzend dazu können auch bestimmte Kosten unabhängig davon, ob sie aktivierungspflichtig sind, gefördert werden, wenn sie für den Betrieb der PVE zweckmäßig sind. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Kosten für Fort- und Weiterbildungen in einer PVE (z. B. PVE-Mentoring der Plattform Primärversorgung, Coaching, Teambuilding, Prozessoptimierung)
  • Kosten für nachhaltige Mobilität (insbesondere E-Mobilität und Fahrräder)
  • Kosten für die weitere Ausstattung der PVE (z. B. Laptop, Beamer etc.)
     

Nicht förderbar sind:

  • Kosten, die vor dem Anerkennungsstichtag angefallen sind
  • der Erwerb unbebauter Grundstücke
  • Finanzanlagen
  • Finanzierungskosten
  • öffentliche Abgaben, Entgelte und Gebühren
  • Unternehmensübernahmen
  • aktivierte Eigenleistungen
  • Kosten für Güter und für die Errichtung und Ausstattung von Räumlichkeiten, die nicht dem Betrieb einer PVE dienen (z. B. Nutzung für private Zwecke)
  • Kosten für Kleinbetragsrechnungen unter 200 Euro
  • klimaschädliche Investitionen

Die Förderhöhe beträgt 50 Prozent der eingereichten und genehmigten förderbaren Kosten.

Die maximal förderbaren Gesamtkosten betragen 1.000.000 Euro. Der maximale Zuschuss, der im Rahmen der Förderung gewährt werden kann, beläuft sich somit auf 500.000 Euro.

Darüber hinaus gibt es Höchstgrenzen für einzelne Kostenkategorien. Diese verstehen sich ohne eine allfällige Umsatzsteuer, die gegebenenfalls noch hinzuzurechnen ist.

Der frühestmögliche Zeitpunkt für eine Kostenanerkennung ist der Tag des Einlangens des Förderansuchens bei der Abwicklungsstelle aws (Anerkennungsstichtag). Kosten, die vor dem Anerkennungsstichtag entstanden sind (durch Bestellungen, Beauftragungen und andere Vertragsabschlüsse), sind nicht förderbar.

Für dieselben Förderkosten, d. h. denselben Aufwand bzw. dieselbe Rechnung, darf grundsätzlich keine weitere Förderung vorliegen. Wenn man eine gegenständliche Projektförderung erhält, ist es nicht zulässig, die nicht geförderten 50 Prozent durch eine andere Förderung abzudecken.

Eine Kombination von Projektförderungen aus der gegenständlichen Förderung ist möglich, solange die in der Richtlinie angeführten Wertgrenzen insgesamt nicht überschritten werden und das Vorhaben einen Projektcharakter aufweisen kann. Mit „Projektcharakter“ ist gemeint, dass es sich um ein abgeschlossenes Vorhaben handelt und nicht um einzelne Kleinstinvestitionen, wie zum Beispiel die Anschaffung eines Stethoskops.   

Diese Seite wird laufend aktualisiert, damit Sie immer auf dem neuesten Stand sind.

Ausführliche Informationen finden Sie im Fragenkatalog Projektförderung PVE (Typ B).

Bei allgemeinen Fragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an das Organisationsteam der Plattform Primärversorgung.

Für konkrete Fragen zur Einreichung Ihres Antrags über den aws Fördermanager steht Ihnen das Team der aws per Mail unter primaerversorgung@aws.at oder telefonisch unter +43 1 50 175-350 zur Verfügung. Auf der Website der aws finden Sie weitere Informationen zur Abwicklung der Förderanträge.