FAQs Gründungsförderung PVE (Typ A)

Inhaltsverzeichnis

Gefördert wird die Neugründung von Primärversorgungseinheiten (PV‐Zentren und ‐Netzwerke). 

Hier finden Sie einen ausführlichen Fragenkatalog mit Antworten zur Gründungsförderung PVE (Typ A).



Wer kann einen Antrag stellen? 

Zukünftige Betreiber:innen von Primärversorgungseinheiten können während der Gründungsphase einen Antrag auf Förderung einreichen. Das heißt: Einen Förderungsantrag kann jenes Team stellen, das im Auswahlverfahren der Österreichischen Gesundheitskasse erstgereiht ist.

Die Gründungsphase beginnt mit der Zusage der Österreichischen Gesundheitskasse im Sinne des § 14 Abs. 6 Primärversorgungsgesetz (= Erstreihung beim Auswahlverfahren) und endet mit Inbetriebnahme der Primärversorgungseinheit. Eine Gründungsförderung (Typ A) für bereits in Betrieb befindliche Primärversorgungseinheiten ist nicht möglich.

Für den Abschluss des Fördervertrags ist es notwendig, dass die Fördernehmer:innen schon in der für eine Primärversorgungseinheit erforderlichen Rechtsform organisiert sind. Der Fördervertrag kann demnach nur mit jener juristischen Person abgeschlossen werden, die in Zukunft die Primärversorgungseinheit sein wird, das heißt mit der GmbH, der OG bzw. dem Verein oder der Genossenschaft.

Es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Förderung.

 



Ab wann ist eine Gründungsförderung möglich? 

Anträge für die Gründungsförderung sollen ab Februar 2022 gestellt werden können.

 



Was kann gefördert werden? 

Förderungsfähig sind in erster Linie Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen im Rahmen der Gründung einer Primärversorgungseinheit. 

Dazu zählen insbesondere:

  • Kosten für den Neubau einer Primärversorgungseinheit
  • Instandsetzungsmaßnahmen 
  • bauliche Adaptierungen 
  • Erwerb bestehender Räumlichkeiten (z. B. bestehender Ordinationen) 
  • Außenanlagen (z. B. Parkplätze) zum Zweck der Nutzung der Primärversorgungseinheit 
  • Kosten für medizinische Ausstattung

Primär werden durch diese Förderrichtlinie aktivierungspflichtige Investitionen (abschreibungspflichtige Aufwände) gefördert. Ergänzend dazu können auch Kosten unabhängig von ihrer Aktivierungsfähigkeit gefördert werden, wenn sie für den Betrieb der PVE zweckmäßig sind (z. B. Beratungs- und Planungskosten, Ärztesoftware, Ausstattung für den Warteraum). 

 



Was kann nicht gefördert werden? 

Nicht förderbar sind u. a.:

  • Kosten, die vor dem Anerkennungsstichtag angefallen sind
  • der Erwerb unbebauter Grundstücke
  • Finanzanlagen
  • Finanzierungskosten
  • Unternehmensübernahmen
  • aktivierte Eigenleistungen
  • Kosten für Güter und für die Errichtung und Ausstattung von Räumlichkeiten, die nicht dem Betrieb einer Primärversorgungseinheit dienen (z. B. Nutzung für private Zwecke)
  • Kosten für Kleinbetragsrechnungen unter 200 Euro
  • klimaschädliche Investitionen


Wie hoch ist die Förderung? 

Die Förderhöhe beträgt 50 Prozent der eingereichten und genehmigten förderbaren Kosten. 
Die maximal förderbaren Gesamtkosten betragen 3,2 Millionen Euro (brutto) und die minimal förderbaren Gesamtkosten 20.000 Euro (brutto). Der maximale Zuschuss, der im Rahmen der Förderung gewährt werden kann, beläuft sich somit auf 1,6 Millionen Euro.

Darüber hinaus gibt es Höchstgrenzen für einzelne Kostenkategorien. Diese in der Richtlinie angegebenen Beiträge verstehen sich ohne einer allfälligen Umsatzsteuer, die ggf. noch hinzu zu rechnen ist. 



Was ist bei Investitionen in Bezug auf eine Kostenanerkennung wichtig?

Der frühestmögliche Zeitpunkt für eine Kostenanerkennung ist der Tag des Einlangens des Förderansuchens bei der Abwicklungsstelle aws (Anerkennungsstichtag). Kosten, die vor dem Anerkennungsstichtag entstanden sind (durch Bestellungen, Beauftragungen und andere Vertragsabschlüsse), sind nicht förderbar.

 



Sind Kombinationen mit anderen Fördermitteln möglich?

Für dieselben Förderkosten, d. h. denselben Aufwand bzw. dieselbe Rechnung, darf grundsätzlich keine weitere Förderung vorliegen. Wenn man eine Förderung erhält, ist es nicht zulässig, die nicht geförderten 50 Prozent durch eine andere Förderung abzudecken.

Es ist zum Beispiel möglich, sich im Rahmen einer Gründung ein EDV‐System durch eine Anschubfinanzierung fördern zu lassen und die Umbaukosten über die gegenständliche Gründungsförderung.

Nicht zulässig wäre zum Beispiel, sich 50 Prozent des EDV‐Systems durch die gegenständliche Gründungsförderung und die anderen 50 Prozent aus einer anderen Anschubfinanzierung fördern zu lassen.
Eine Ausnahme bilden die geförderten Kredite der Europäischen Investitionsbank bzw. staatlich garantierte Kreditfinanzierungen. Diese dürfen für die anderen 50 Prozent verwendet werden.

 



Kann eine Primärversorgungseinheit, die bereits eine Gründungsförderung (Typ A) erhalten hat, für eine spätere Investition eine Projektförderung (Typ B) erhalten?

Eine solche Kombination ist zulässig, solange insgesamt die jeweiligen Zuschussgrenzen der Gründungsförderung (Typ A) nicht überschritten werden. 

 


 

Weitere Fragen? 

Diese Seite wird laufend aktualisiert, damit Sie immer auf dem letzten Stand sind. Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an das Team der Koordination Primärversorgung an der GÖG. Wir helfen Ihnen gerne weiter.