Pressekonferenz: 5 Jahre PVE Sonnwendviertel – medizinische Versorgung und psychosoziale Unterstützung unter einem Dach

Datum: 02. Oktober 2026
4 Min. Lesedauer

Anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Primärversorgungseinheit (PVE) Sonnwendviertel lädt die Plattform Primärversorgung an der Gesundheit Österreich (GÖG) zu einer Pressekonferenz ein. Am Freitag, 2. Oktober 2026, um 12:30 Uhr ziehen Gesundheitsministerin Korinna Schumann, ÖGK-Vorsitzender Peter McDonald und das Team der PVE Bilanz. 

Teilnehmer:innen der Pressekonferenz

  • Korinna Schumann, Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz 
  • Peter McDonald, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Österreichischen Gesundheitskasse 
  • Martin Cichocki, ärztlicher Leiter der PVE Sonnwendviertel 
  • Brigitte Lagler, Link-Workerin für Social Prescribing in der PVE Sonnwendviertel 

Psychosoziale Unterstützung in der PVE Sonnwendviertel 

Das Herzstück der PVE Sonnwendviertel ist das multiprofessionelle Team. Fachpersonen aus Allgemeinmedizin, Ordinationsassistenz, Pflege, Diätologie, Psychotherapie und Sozialarbeit arbeiten gemeinsam an einer umfassenden Versorgung. Ein psychosozialer Schwerpunkt gehört dabei von Beginn an zum Versorgungskonzept. So können neben medizinischen Beschwerden auch psychische, soziale und alltagsbezogene Belastungen früh erkannt und von der jeweils passenden Berufsgruppe aufgegriffen werden. Wenn weitere Untersuchungen, Behandlungen oder Unterstützungsangebote notwendig sind, koordiniert das Team die nächsten Schritte. 

Ein Beispiel dafür ist Social Prescribing: Wenn in einem Gespräch deutlich wird, dass jemand einsam ist oder Unterstützung im Alltag benötigt, schafft die zeitlich flexible Gesundheitssprechstunde der Link-Workerin Raum für eine vertiefende Klärung. Sie hilft dabei, passende Angebote und Fachpersonen innerhalb der PVE oder in der Umgebung zu finden und die weiteren Schritte zu koordinieren. Wie das in der PVE Sonnwendviertel funktioniert, ist ein Thema der Pressekonferenz – passend zum diesjährigen Yellow September. 

Yellow September 

Der Yellow September ist der Aktionsmonat für psychosoziale Gesundheit in Österreich. Er verbindet den Welttag der Suizidprävention am 10. September mit dem Welttag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober. Organisationen und Initiativen machen in diesem Zeitraum Aktionen, Angebote und Informationen sichtbar. Schwerpunkt im Yellow September 2026 ist das Thema Einsamkeit. 

Statements

  • Korinna Schumann, Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz: „Die PVE Sonnwendviertel zeigt seit fünf Jahren, wie moderne Primärversorgung funktionieren kann: wohnortnah, multiprofessionell und mit einem Blick auf den ganzen Menschen. Denn Gesundheit bedeutet mehr als die Behandlung einer Erkrankung – auch psychische und soziale Belastungen müssen früh erkannt und adressiert werden. Genau diese Form der Versorgung wollen wir weiter ausbauen. Unser Ziel sind 300 Primärversorgungseinheiten bis 2030, die für die Menschen eine wohnortnahe Anlaufstelle sind, denen sie vertrauen und die sie durchs Gesundheitssystem begleiten.“  
  • Peter McDonald, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Österreichischen Gesundheitskasse: "Fünf Jahre PVE Sonnwendviertel zeigen, was moderne Primärversorgung leisten kann. Wenn Allgemeinmedizin, Pflege, Psychotherapie und Sozialarbeit unter einem Dach arbeiten, erkennt das Team früh, wo Menschen der Schuh drückt – medizinisch, psychisch und sozial. Mit längeren Öffnungszeiten und einer höheren Produktivität sind PVE mittlerweile eine tragende Säule der Gesundheitsversorgung der Gegenwart und auch eine der Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft."
  • Martin Cichocki, ärztlicher Leiter & Gesellschafter der PVE Sonnwendviertel: „Wir waren von Anfang an von unserem multiprofessionellen Konzept überzeugt. Dass die Kernfunktionen fünf Jahre später unverändert bestehen und wir gleichzeitig das Stundenangebot deutlich ausbauen konnten, bestätigt diesen Weg.“
  • Philip Meier, Geschäftsführer der PVE Sonnwendviertel: „Wir sind bei null gestartet und versorgen heute 7.671 Patient:innen pro Quartal mit rund 23.000 Kontakten. Gleichzeitig haben wir die Versorgung vor Ort, bei Hausbesuchen und in Einrichtungen ebenso wie unsere digitalen Versorgungsangebote kontinuierlich ausgebaut.“

126 PVE in Österreich 

Mit PVE erhalten Patient:innen eine umfassende und niederschwellige allgemeinmedizinische und kinderärztliche Versorgung direkt vor Ort. Gesundheitsförderung, Prävention sowie psychosoziale Gesundheit stehen neben der Versorgung akuter und chronischer Erkrankungen im Fokus des Leistungsangebots einer PVE. Das konkrete Leistungsangebot ist dabei jeweils auf die spezifische Region zugeschnitten. Das multiprofessionelle Team ist ein wesentliches Merkmal aller Primärversorgungseinheiten.  

Mittlerweile gibt es in Österreich 126 PVE, davon 15 speziell für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen („Kinder-PVE“). Einen Überblick über alle PVE finden Sie auf der PVE-Landkarte. 

Vorteile einer starken Primärversorgung im Gesundheitssystem 

Eine gut ausgebaute Primärversorgung bringt viele Vorteile: Der Gesundheitszustand der Bevölkerung kann verbessert, Gesundheitschancen können gesteigert werden. Darüber hinaus mindert ein starkes Primärversorgungssystem die Anzahl nicht notwendiger Krankenhausaufenthalte. Zur Primärversorgung zählen insbesondere Hausärzt:innen in Einzelordinationen genauso wie Gruppenpraxen oder Primärversorgungseinheiten. 

FAQ 

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